Jochen Blume

Er hatte sie alle: Politiker, Schauspieler und selbst den Papst bekam Prof. Jochen Blume vor seine Kamera. Zur Legende machte ihn jedoch sein Gespür für den einzigartigen Moment. Und so schrieb er mit seinen Fotos Weltgeschichte, festgehalten für die Ewigkeit. Sein Vermächtnis ist jetzt in Hamburg zu sehen.
Zu seinen berühmtesten Bildern gehört ein Foto von 1963: Da stand der junge US-Präsident John F. Kennedy vor dem Schöneberger Rathaus und genau in dem Moment, in dem er die unvergessenen Worte „Ich bin ein Berliner“ sagte, drückte Jochen Blume auf den Auslöser. „Mein Bild sollte das erste sein, das nach Amerika übertragen wird“, erinnerte er sich später. Es ging weiter – es ging um die Welt! In seiner über 50-jährigen Karriere schuf Prof. Jochen Blume, der als Fotojournalist für Agenturen und renommierte Zeitschriften wie den Stern arbeitete, mehr als 1000 Titelbilder. Auch Stars wie Romy Schneider und Marlene Dietrich vertrauten ihm, erlaubten ihm und seiner Kamera eine Nähe, die einzigartige Bilder hervorbrachten. Jetzt sind 26 seiner Fotos in der Galerie Roschlaub zu sehen. Für Galeristin Kirsten Roschlaub eine besondere Ausstellung: „Blumes beeindruckende Schwarz-Weiß-Fotos haben Generationen von Fotografen geprägt.“
Jochen Blume